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Wie haben Enttäuschung, Zorn und Furcht zuletzt so viel öffentlichen Raum erobern können? Weltweit feiern Parteien Erfolge, die sich vor allem darauf konzentrieren, dystopische Gefühle zu bewirtschaften.
Was für eine Erholung bot daher auch hierzulande die Wende im US-amerikanischen Wahlkampf, wo es den Demokraten mit Kamala Harris und Tim Walz gelang, auch positive Empfindungen hervorzukitzeln: Hoffnung und Vertrauen.
Eva Illouz schreibt seit 30 Jahren über die Rolle von Gefühlen: Wie sie im Kapitalismus zu einer ökonomischen Größe werden, wie der Mensch in der Moderne mit Gefühlen allein gelassen wird, die doch kulturell und politisch gemacht sind.

