Italien postkolonial: Ubah Cristina Ali Farah und Igiaba Scego über die somalische Diaspora
About
Wie erzählt man die Geschichte einer Familie, wenn die gemeinsame Sprache in der Diaspora verloren geht?
Ubah Cristina Ali Farah und Verena von Koskull, Übersetzerin von Igiaba Scego, im Gespräch, moderiert von Maike Albath
Das Gespräch wird auf Italienisch und Deutsch simultan gedolmetscht.
Durch den Bürgerkrieg flüchteten viele Somali in das Land ihrer ehemaligen Kolonisatoren. Italien wurde ein Ort, der ihnen ein Leben in Frieden ermöglichte und sie gleichzeitig vor neue Schwierigkeiten stellte, nicht zuletzt aufgrund von anhaltendem Rassismus.
Gleich zwei dieses Jahr erstmals auf Deutsch erschienene Romane begeben sich auf die Spuren der somalischen Diaspora, ihrer Tabus und ihres Schmerzes: Kassandra in Mogadischu von Igiaba Scego und Der Kommandant des Flusses von Ubah Cristina Ali Farah.
Wie schauen Autorinnen somalischer Herkunft heute auf das Land, das sie einst kolonisierte und ihnen später Zuflucht gab? Wie wichtig ist die Sprache für das Leben in der Diaspora und welche Rolle spielt Mehrsprachigkeit in ihrem Schreiben? Wie beeinflusst diese Mehrsprachigkeit die Übersetzung ins Deutsche.

