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Seit jeher ermöglicht Sprache den Menschen weit mehr als alltägliche Notwendigkeiten zu kommunizieren. Sprache ermöglicht den Vergleich und die Entwicklung von Ideen, gemeinsames Denken. Large Language Models (LLM), wie ChatGPT eines ist, sind auch Erweiterungen dieser menschlichen Prozesse. In der Performance “Robopoiesen” von André Ourednik trifft Poesie auf integrierte Schaltkreise und ist in eine Klanglandschaft des Sounddesigners Daniel Maszkowicz eingebettet: Die Rolle der künstlichen Intelligenz zeigt sich in unserer Beziehung zur Natur und in deren kreativen Gestaltung – und wird durchaus auch ungemütlich. Die generierenden Algorithmen vereinnahmen menschliche Schöpfungen und verwandeln sich zu unheimlichen Chimären – um wiederum vom menschlichen Performer entführt zu werden.
André Ourednik ist Autor, Essayist, Geograf und Datenanalyst und unterrichtet an der EPFL und der Universität Neuchâtel. Inspiriert von der Durchlässigkeit zwischen Wissenschaft und Literatur, fasziniert und kritisch gegenüber der Technologie, hat er unter anderem Wikitractatus (2014), Omniscience (2017), Hypertopie (2019) und Robopoïèses (2024) veröffentlicht. Seine Bücher geben oft Anlass für Performances, Konferenzen und urbane Installationen.

