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Ein Vortrag von Prof. Dr. Armin Krenz
Der Beruf ERZIEHER*IN ist in seinem gesellschaftlichen und sozialpädagogischen Bedeutungswert nicht hoch genug einzuschätzen, ist es doch gerade die Berufsgruppe der Erzieher*innen, die neben den Eltern und anderen erziehungsberechtigten Personen einen sehr großen Einfluss auf das Entwicklungsgeschehen bei Kindern haben. So besuchen von Jahr zu Jahr immer mehr Kinder eine Krippe und eine Kindertagesstätte und verbringen somit einen Großteil ihres Alltags – und das für einige Jahre - in einer elementarpädagogischen Institution. Ergebnisse aus dem Feld der Resilienzforschung sowie dem der Erziehungswissenschaften und der Neurobiologie haben deutlich gemacht, dass neben den Eltern der Kinder auch familienfremde Personen sowohl einen entwicklungsförderlichen als auch einen entwicklungshinderlichen Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder haben können.
In seinem Vortrag spricht Prof. Armin Krenz über die wichtigsten berufsspezifischen Grundlagen für eine professionelle Elementarpädagogik und macht auf bedeutsame, basale Herausforderungen aufmerksam, damit der gesetzlich verankerte Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsauftrag unter Beachtung der jeweils länderspezifischen Bildungsrichtlinien, der UN-Charta Rechte des Kindes sowie der grundlegenden Ausgangsdaten aus den Feldern der Bildungs-/Bindungsforschung und Entwicklungspädagogik auch tatsächlich erfüllt werden kann.
Armin Krenz (*1952) – Prof.h.c. Dr. h.c. & Honorarprofessor a.D. – war von 1975-1979 Mitarbeiter in einer Erziehungs- und Eheberatungsstelle und von 1980 – 1985 als Fachbereichsleiter für Fort- und Weiterbildung von Erzieher*innen bei der Ev. Landeskirche Schleswig-Holstein mit einer zusätzlichen Lehrbefähigung als Lehrkraft an einer ‚Fachschule für Heilpädagogik‘ tätig. Von 1986 – 2015 hat er als Wissenschaftsdozent (mit Zulassung zur heilkundlich, psychologisch-therapeutischen Tätigkeit) am Kieler >Institut für angewandte Psychologie + Pädagogik> gearbeitet, verbunden mit europaweiten Seminaren, Fachtagungen, Vorträgen, Lehraufträgen und Gastvorlesungen. Ab den Jahren 2011 übernahm er außerdem eine Honorarprofessur in Bukarest (bis 2015) und ab 2013 (bis 2017) führte ihn der Weg auch als Gastprofessor zum Moskauer „Institut für ethnokulturelle Bildung“ sowie an die ‚Psychologische und Pädagogische Fakultät der Staatl. Landesuniversität Moskau‘. Er ist der Entwickler des „Situationsorientierten Ansatzes in der sozialpädagogischen Praxis“ und des „Kieler Instrumentariums für Elementarpädagogik & Leistungsqualität (K.I.E.L.).

