Autoritäre Kontexte in der georgischen Literatur: Historische Traumata und individuelle Widerstände
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Autoritäre Kontexte in der georgischen Literatur: Historische Traumata und individuelle Widerstände

Frankfurt Calling
Frankfurt International Stage
Saturday, Oct 18, 2025
11:00 AM - 12:00 PM | Europe/Berlin
International Stage (Foyer Halle 5.1/6.1)
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Geprägt von einer Geschichte geopolitischer Umwälzungen, Kriegen und wiederholten Besetzungen, bietet Georgien (das zu 20 % noch immer von Russland besetzt ist) durch seine zeitgenössische Literatur einen Einblick in die Auswirkungen zunehmender Autokratie.  

 

In ihren Werken thematisieren Schriftsteller wie Salome Benidze, Irakli Kakabadze (Iakikabe) und Ekaterine Togonidze die Traumata, die durch Unterdrückung, Migration und Krieg verursacht wurden, und beleuchten die psychologischen und sozialen Folgen eines autoritären Regimes. Ihre Erzählungen, die sich mit nationaler Identität, Widerstand und persönlichem Überleben befassen, zeigen, wie diese politischen Strukturen sowohl das individuelle als auch das kollektive Leben beeinflussen – von der Ersten Georgischen Republik zu Beginn des 20. Jahrhunderts bis hin zu den aktuellen Konflikten. Ihre Werke veranschaulichen, wie tief autoritäre Kontexte in der Gesellschaft und im Individuum verwurzelt sind und wie diese Wunden durch Literatur verarbeitet und reflektiert werden können.