Kotau vor der Tech-Wirtschaft oder Fair Play? Der AI Act und die Zukunft der Kreativität in Europa
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Paneldiskussion zum AI Act, fairer KI-Politik und der Zukunft der Kreativität in Europa
Generative Künstliche Intelligenz verändert die Buchbranche grundlegend – sie eröffnet enorme Chancen, bringt jedoch auch tiefgreifende Herausforderungen mit sich. Denn Generative KI-Modelle mit allgemeinem Verwendungszweck (GPAI) entstehen nicht im luftleeren Raum: Sie basieren auf den Werken kreativer Köpfe.
In der Vergangenheit wurden diese große KI-Systeme oft mit urheberrechtlich geschütztem Material trainiert – ohne Wissen, Zustimmung oder Vergütung der Urheber:innen und Rechteinhaber:innen. Mit dem AI Act wurde erstmals ein europäischer Rechtsrahmen geschaffen, der den Umgang mit Künstlicher Intelligenz regeln soll. Ein bedeutender Schritt: KI-Entwickler sollen stärker in die Pflicht genommen werden – etwa durch Transparenzpflichten wie die Offenlegung der verwendeten Trainingsdaten. Aktuell scheint die EU-Kommission der Mut zu verlassen, sich gegenüber der Tech-Wirtschaft durchzusetzen.
Diskutiert werden u.a. folgende Aspekte:
- Wie geht es weiter mit der europäischen KI-Regulierung?
- Wie kann eine faire KI-Politik aussehen, die den Leistungen der Kultur- und Kreativwirtschaft besser Rechnung trägt?
- Was braucht es, um schöpferische Arbeit zu schützen – und Innovationen zugleich rechtskonform und fair zu ermöglichen?
- Wie kann Europas Kreativität (wieder) souverän werden?

