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In der Kunstszene kommen 'artificial artefacts' immer häufiger zum Vorschein. Es handelt sich hierbei um Kunstwerke, die von einer Künstlichen Intelligenz erschaffen wurden. Das führt zu der Frage, ob man diese Arbeiten wirklich als Kunst im Sinne eines kreativen Schaffensprozesses sehen kann. Gibt es so etwas wie maschinelle Kreativität?
Dieter Mersch war langjähriger Institutsleiter an der Zürcher Hochschule der Künste und Professor für Ästhetische Theorie, außerdem Präsident der Deutschen Gesellschaft für Ästhetik. Im Rahmen der Kölner Mediengespräche wird er eine mögliche Kreativität der Maschinen aus verschiedenen Sichtweisen betrachten.
So beleuchtet er, von welchem Kreativitäts- und Kunstbegriff ausgegangen werden muss, wenn nicht mehr nur Menschen kreativ und intuitiv arbeiten können. Ob es ausreicht, Zufallsfunktionen an die Stelle kreativer Differenzen und Sprünge zu setzen. Und auch, ob sich das schöpferische Momentum der Kunst angemessen durch die Generierung von Unerwartetem oder Überraschendem verstehen lässt.

